Zuckerschock durch Cider im Irish Pub

Als ich meinen letzten Cider im Irish Pub hatte, ist schon einige Zeit her. Also ging es an einem unserer Männerabende ins Irish Pub. Da ich nicht zu den Anhänger von Guinness Bier gehöre überzeugte ich unsere Männerrunde, dass Mann ebenso Cider im Irish Pub trinken kann. Die Odysse nahm somit ihren Lauf. Ich bestellte also eine Runde Cider. Der erste Dämpfer kam sofort. Trotz einer schönen Schankanlage mit toller Aufschrift einer bekannten Cidermarke gab es keine offenen Cider. Ok, Mann ist ja flexibel, dann eben eine Runde Cider in 0,3 Liter Flaschen. Auf die nächste Frage der netten Dame hinterm Tresen war ich nicht vorbereitet: „Apfelcider, Birnencider oder Apfelbirnen Cider gemischt?“ Aha! Wenn es weiter nichts ist, dann Apfelcider bitte.

Zuckerschock durch Cider im Irish Pub

Endlich hielten wir unseren Cider im Irish Pub in der Hand. Wir stießen fröhlich an, tranken und verzerrten zugleich unser Gesicht. Ich musste mich sehr konzentrieren, damit ich das Gesöff nicht auf den Boden spuckte. Der Cider schmeckte wie schlechte Limonade und war extrem süß. In meiner Erinnerung waren die Cider im Irish Pub wie ich sie kannte leicht herb im Abgang und überhaupt nicht so süß. Nun gut, wie haben bezahlt dafür, also wurde auch ausgetrunken.

Die Barkeeperin sah unseren Eckel und empfahl uns einen anderen Cider. Dieser sei, so ihre Aussage, wie der offene Cider einer bekannten Marke. Gesagt – getan, doch der zweite Cider war auch nicht viel besser. Mir schwante plötzlich schlimmes. War der klassische Cider womöglich schon zu einem zuckersüßen Hipster Getränk verkommen um ein breiteres Zielpublikum und auch Frauen anzusprechen!?

Unser Kampfgeist war nun geweckt und wir ließen uns nicht so schnell unterkriegen. Markenwechsel war angesagt, leider mit gleichbleibendem Ergebnis. Der erneute Versuch einen nicht zuckergeschwängerten Cider mit leicht herbem Abgang zu finden scheiterte. Nach dem vierten zuckersüßen Cider im Irish Pub konnte ich fast nicht mehr und dachte schon an einem Zuckerschock zu sterben.

Filmreifes Cider Test Finale

Aufgeben wollten wir dennoch nicht und so wurde eine weitere Runde bestellt. Die Bardame lächelte nur und fragte uns ob wir uns durch das Ciderangebot trinken möchten. Ja, das war der Plan – zumindest wollten wir uns durch das Apfelciderangebot trinken. Das taten wir auch tapfer. Beim siebenten und letzten Cider, besser konnte es in einem Hollywood Film nicht umgesetzt werden, war er da, jener Geschmack den meine Geschmacksknospen und –nerven gespeichert hatten. Genau diese und keine andere Cider Marke musste ich mir einprägen, denn Mann weiß ja nie ob nicht schon bald mal wieder ein Männerausflug in ein Irish Pub stattfindet. Der Abend ging feuchtfröhlich weiter, schließlich musste unser Triumph gefeiert werden.

Am nächsten Tag versuchte ich mich verzweifelt an den Namen des letzten Ciders zu erinnern.

Erfolglos!

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